Das neue Draganov-Quartett experimentiert immer wieder mit Grenzgängen zwischen den Musikstilen. Eines dieser außergewöhnlichen Projekte war im Rahmen des Festivals “Duisburger Akzente” das Konzert “Haydn trifft Trojahn” bei dem, begleitet von zwei Sprechern die “Sieben letzten Worte” von Haydn den “Fragmenten für Antigone” des Zeitgenossen Manfred Trojahn, satzweise gegenübergestellt wurden.
Neben dem klassischen Quartettrepertoire gehören auch zahlreiche Konzerte mit anderen Ensembles, wie der südamerikanischen Folkloregruppe „Los Paraguayos“, dem Gospelchor „Voices of Praise“und dem „Reggie.Moore.Trio“, sowie außergewöhnliche Projekte wie z.B. das Konzert “Meetings along the Edge” zum 70. Geburtstag von Philip Glass, oder das Konzert “Gegen das Vergessen” anläßlich des Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz, zum Tätigkeitsfeld des experimentierfreudigen Ensembles.

Höhepunkte waren Konzerte auf dem Eiffelturm und in der „Opera Garnier“ in Paris, sowie im königlichen Empfangssaal in London. Weitere Auftritte führten das Quartett in die Tschechische Republik, zum Allgäu-Musik-Festival, den “Duisburger Akzenten” sowie durch ganz Deutschland. Im Jahr 2006 konzertierte das Draganov Quartett zum ersten Mal in China.
2003 bestritt das Draganov-Quartett die Uraufführung des, für dieses Ensemble geschriebenen Streichquartetts von Friedmann Dreßler. Auch hier setzt es die Tradition der Gründergeneration fort, die sich stets intensiv mit zeitgenössischer Musik auseinandergesetzt hat. Für 2008/9 ist ein Projekt mit spanischer Quartettmusik in Vorbereitung. Das Draganov-Quartett wird hier u.a. Streichquartette des Komponisten Diego Araciel ( um 1850 ) zur deutschen Erstaufführung bringen.

1974 gründete Christo Draganov, bis dahin viele Jahre Mitglied des Pandula-Quartetts, mit Uwe Hoffmann, Rainer Castillon und Andreas Bleyer, allesamt Mitglieder des NDR-Sinfonieorchesters, das Draganov-Quartett, das fast 30 Jahre lang eine ausgedehnte Konzerttätigkeit im In- und Ausland ausübte. Zahlreiche Aufnahmen zeugen von der großen Bandbreite des gespielten Repertoires.

Nach der weitgehenden Beendigung der Konzertätigkeit durch die „erste Generation“ im Jahr 2001 übernahm das 1998 gegründete Daniel-Draganov-Quartett den Namen und führt die Tradition des Draganov-Quartetts weiter. Durch die langjährige Quartetttätigkeit seines Vaters inspiriert, gründete Daniel Draganov 1998 mit seinen Kollegen Johannes Heidt, Jone Kaliunaite und Friedemann Pardall sein eigenes Quartett. Im Jahr 2000 löste Veachslav Romaliischi Jone Kaliunaite an der Bratsche ab.